5 Minuten Träumen

Impressionen

5 Minuten Träumen

Ich freue mich, Sie auf dieser Seite zu treffen

Mitte März 2020 sind wir aus dem tief verschneiten Lappland zurückgekehrt. Die Flughäfen waren leer und unheimlich, trotzdem herrschte ein großes Durcheinander. Wir kehrten in eine völlig andere Welt zurück. Das riesige Ausmaß der Corona Pandemie war noch lange nicht absehbar.
In diesen Tagen habe ich durch Zufall ein Sprichwort wiedergefunden. Es passt so gut in unsere jetzige, nicht einfache Zeit, in der jeder ein wenig träumt:
„Mögen deine Gedanken, manchmal mitten am Tag auf eine Reise gehen, in ferne Welten eintauchen, fremd und verlockend, bunt und schön“
Und genau dazu möchte ich Sie einladen…
Anfang April 2020 ist der erste Film „Arktische Träume“ entstanden. Aufgrund der vielen Rückmeldungen ist daraus eine Kurzfilmreihe mit unterschiedlichen Themen entstanden. Bisher sind 16 Kurzfilme erschienen.

Nun tobt auch noch der grausame und verächtliche Krieg in der Ukraine.

Trotzdem wünsche ich Ihnen ein paar spannende und erholsame Minuten in unserer faszinierenden Welt.

Peter Fabel

5 Minuten Träumen (16. Folge)

von einer fantastischen Welt

Durch den brutalen Krieg gegen die Ukraine hat sich vieles in der Welt verändert. Millionen von Menschen leiden unter den unmittelbaren Folgen und tausende Menschen verlieren ihr Leben. Da ist einem nicht mehr zum Träumen zumute. Im 16. Kurzfilm möchte ich Euch Davaa vorstellen. Ihr Interview hat mich schon in der Mongolei tief berührt.

Die alte Buddhistin

Davaa lebt in einem kleinen, aber bedeutsamen buddhistischen Kloster mitten in der mongolischen Steppe. Sie hat in ihrem langen Leben Vertreibung, Zerstörung und auch den Wiederaufbau erlebt. Die mongolische Geschichte ist eng verwoben mit der russischen Geschichte und es gibt viele Parallelen zur Ukraine.

Davaas Botschaft

„Nun hoffe ich sehr, dass all´ die Geschichten der Ermordungen, Zerstörung und Vernichtung nie wieder passieren. Die neuen Generationen sollen den Tempel (und die Welt) erhalten…“. So hat es Davaa im Interview zusammengefasst. Ihre Lebensgeschichte unterstreicht die große Bedeutung von Frieden und Demokratie.

Der Trailer

Einige kennen dieses Interview aus meinem Mongoleivortrag. Nie war es so aktuell wie heute. Gerne denke ich an die Zeit im Kloster. Ich danke Davaa für ihr beeindruckendes Interview. Übersetzt hat den Text Tumennasan Bayansan (Tumi) und gesprochen wurde er von Peter von Sassen.

Für ein paar nachdenkliche Minuten!

5 Minuten Träumen (15. Folge)

von einer fantastischen Welt

Das Coronavirus hat uns wieder fest im Griff. Reisen ist momentan fast unmöglich. Deshalb lasse ich die Kurzfilmreihe noch einmal aufleben. Im mittlerweile 15. Trailer dreht sich alles um Menschen, die ich bei meinen Reisen getroffen habe. Alle leben in extremen Regionen und haben sich den schweren Bedingungen angepasst.

Menschen unserer Erde

Während meiner Reisen habe ich die unterschiedlichsten Menschen kennen gelernt. Sie haben mir ihre Welt und ihr Leben gezeigt und mich an ihrem Leben teilhaben lassen. Besonders interessant sind für mich die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der arktischen Jäger und der Nomadenvölker.

Von Schamanen und Rentierzüchtern

In meinen Bild- und Filmreportagen berichte ich unter anderem über die letzten Jäger in der grönländischen Arktis, Rentierzüchter in Lappland, Nomaden in der Wüste Gobi und Schafbauern in Island. Sie alle verfügen über ein einzigartiges Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt und das Überleben in extremen Regionen.

Der Trailer -

Die Bilder sind in den letzten 30 Jahren in Grönland, Island, Lappland, Sibirien, Patagonien und der Mongolei entstanden. Zu jedem Bild gibt es eine Geschichte. Die Musik zum Trailer hat auch diesmal wieder Axel Hoffmann komponiert und gespielt. Vielen Dank Axel – ich freue mich schon auf unser nächstes Projekt.

Viel Spaß!

5 Minuten Träumen (14. Folge)

von einer fantastischen Welt

Im 14. Trailer berichte ich wieder über einen isländischen Vulkan. Der Fagradalsfjall ist im März 2021 ausgebrochen und ist seit dem in unterschiedlich aktiven Phasen zu beobachten. Mittlerweile hat der Spaltenvulkan einen mächtigen Krater gebildet. Anfang Juli hatte ich das Glück, den Vulkan in einer sehr aktiven Phase zu besuchen. Die Bedingungen waren optimal zum Filmen und Fotografieren. Ab November 2022 werde ich meine neue Reportage „Islands Vulkane – Leben zwischen Feuer und Eis“ vorstellen.

Faszination Fagradalsfjall

Der Fagradalsfjall liegt im Südwesten auf der Halbinsel Reykjanes. Die Rauchfahne und auch der Lichtkegel sind von Reykjavik aus zu sehen und er ist leicht zu erreichen. Der Fagradalsfjall beeindruckt mit gewaltigen Lavafontänen und leuchtenden Lavaströmen. Zurzeit ist er keine Gefahr für die Menschen in dieser Region.

Lavawellen und Lavaströme

Am stärksten beeindruckt haben mich die gewaltigen Wellen aus rotglühender Lava, die am Kraterrand zerschellten oder sich über den Kraterrand ergossen. Innerhalb kurzer Zeit bildete sich ein Geflecht aus sehr flüssiger und schnellfließender rotglühender Lava über das gesamte Tal. Die Hitze war deutlich zu spüren.

Der Trailer -

Um den Eindruck nicht zu verändern, habe ich alle Videosequenzen in der originalen Geschwindigkeit belassen. Wer den Film genau betrachtet, wird unter anderem riesige Lavawellen, in die Tiefe stürzende Lavafälle und erstarrte Lava auf den glühenden Lavaströmen schwimmen sehen. Die Musik haben wieder Lisa Malinski und Axel Hoffmann gespielt.

5 Minuten Träumen (13.Folge)

Von einer fantastischen Welt

Vulkane sind maßgeblich an der Gestaltung unserer Erde beteiligt. Sie formen die Landschaft und prägen die Menschen. 1991 erlebte ich meinen ersten Vulkanausbruch in Island. Mitten im Winter war die Hekla ausgebrochen, einer der gefürchtetsten Feuerberge Islands. Auch wenn es uns an Erfahrung und Ausrüstung fehlte, war es ein beeindruckendes Erlebnis. Wir glaubten damals, dass es die einzige Möglichkeit in unserem Leben wäre, einen lebenden Berg zu besuchen. 10 Jahre später, im Jahr 2001, stand ich vor meiner ersten glühenden Lava – wieder am Fuße der Hekla.

Das Aschemonster

In nur wenigen Stunden erlangte der bis zum April 2010 völlig unbekannte Eyjafjallajökull große Bekanntheit. Als Aschemonster ging er in die europäische Geschichte ein, als die gewaltige Aschewolke den Flugverkehr in fast ganz Europa lahmlegte. Zum Zeitpunkt des Ausbruches war ich auf einer Schaffarm, nur 6 Kilometer vom Krater entfernt.

Blitz und Donner

Die Evakuierung erlebte ich zusammen mit den Hofbesitzern Anna und Keli. Nach unserer Rückkehr zum Hof, versorgten wir die Schafe. Jeden Tag wurden mehrere Lämmer geboren. Wir spürten, wie die Erde bebte, Blitze und Donner begleiteten uns bei der Arbeit. In diesen Tagen erwuchs eine große Ehrfurcht vor der Natur und ihren Kräften. Das Dröhnen der Gletscherläufe und die Blitze in der Aschewolke gehören zu den eindrucksvollsten Erlebnissen.

Der Trailer

Neben der Arbeit auf dem Hof entstanden tausende Bilder und Filme, die in meine Reportagen eingeflossen sind. Einige Filmsequenzen liefen im NDR-Fernsehen. Ein Kurzfilm war auf dem internationalen Medienfestival in Villingen Schwenningen nominiert. Die Musik, mit isländischen Titeln haben Lisa Malinski und Axel Hoffmann mit großer Begeisterung gespielt.
Viel Spaß am Vulkan!

5 Minuten Träumen (12.Folge)

von einer fantastischen Welt

Nordlicht ist für mich eines der faszinierendsten Naturphänomene. Auch, wenn ich es viele Male in Grönland, Island und Lappland bei meinen Reisen gesehen habe, ist es immer wieder etwas Besonderes und etwas Mystisches. Am schönsten ist es, wenn man es plötzlich und unerwartet fernab der Zivilisation und in aller Ruhe erlebt. Es gibt zahlreiche Mythen und Legenden, die sich seit Urzeiten mit den tanzenden Lichtern beschäftigen.

Lichter des Nordens

Nordlicht entsteht durch gewaltige Eruptionen auf der Sonne. Mit den Sonnenstürmen treffen winzige Teilchen auf das Magnetfeld unserer Erde. Unterschiedliche Teilchen beginnen dabei in verschiedenen Farben zu Leuchten. Nordlicht entsteht in einer Höhe von ca. 40 bis 700 Kilometern. Unter optimalen Bedingungen kann man Nordlicht auch in unseren Breiten beobachten.

Nordlicht fotografieren:

Nordlicht zu fotografieren ist durch digitale Kameras immer einfacher geworden. Lange bevor man Nordlicht sehen kann, lässt es sich fotografieren und mit Bildbearbeitungsprogrammen aufhellen. Das von mir in diesem Trailer fotografierte Nordlicht war eines der stärksten der vergangenen Jahre. Mein Ziel war es, dass Nordlicht so zu präsentieren, wie ich es gesehen habe.

Der Trailer:

Der Märztrailer ist eine gekürzte Version meiner beim 9. Internationalen Medienfestival in Villingen – Schwenningen vorgestellten Show. Projiziert wurde meine Reportage auf einer 18 mal 6 Meter großen Leinwand. Vertont ist auch dieser Trailer mit Musik von Yana Mangi, dieses Mal mit dem Gesang, den ich im März 2020 bei unserem Besuch auf ihrem Hof in Lannavaara aufgenommen habe. Siehe auch Trailer 7 vom Oktober 2020.

5 Minuten Träumen (11.Folge)

von einer fernen Welt

Mit Wanderstiefeln und Rucksack habe ich Island 1989 zum ersten Mal umrundet. Ich war beeindruckt von der Natur und ihren Kräften. Es folgten zahlreiche Touren mit dem Kajak, dem Fahrrad, dem Geländewagen, auf dem Pferderücken und zu Fuß. Später habe ich meine Frau Mareike in Island kennengelernt. Zahlreiche Reisen und viele spannende Touren im Land der Gletscher und Vulkane haben wir gemeinsam unternommen. Ein besonderer Höhepunkt ist unsere Kajaktour durch das Eis der Jökulsárlón.

Vik

Island - Feuerinsel am Polarkreis

Feuer- und aschespeiende Vulkane, brodelnde Schlammtöpfe, Wüsten und Gletscher, Wasser und Dampf spuckende Geysire, bizarr vereiste Wasserfälle und menschenleere Fjorde sind nur ein kleiner Teil der Faszination Islands. Am stärksten beeindruckt haben mich immer die Regionen, in denen Vulkane und Gletscher aufeinander treffen.

Island

Island liegt nur wenige Kilometer südlich des Polarkreises. Vor über 1000 Jahren landeten die ersten Siedler auf der Insel im Nordatlantik. Momentan leben ca. 360.000 Menschen auf der Insel. In den vergangenen Jahren boomte der Tourismus und hat die Verluste der Wirtschaftskrise schnell vergessen lassen.

Der Trailer

Die Drohnenaufnahmen sind 2018 mit Genehmigung der Nationalparkverwaltung „Vatnajökulsþjóðgarður“ entstanden. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Die Musik hat wieder Axel Hoffmann geschrieben und auf seinem Keyboard gespielt. Mein Dank geht an Axel.
Viel Spaß in Island!

5 Minuten Träumen (10.Folge)

von einer fernen Welt

Im März 2020 dachten wohl alle, dass wir die Pandemie in ein paar Monaten überstanden haben, doch noch immer bestimmt das Virus unseren Alltag. Unser Leben hat sich stark verändert. Viele Träume sind in die Ferne gerückt. Träume zu haben und für ein paar Minuten in eine andere Welt zu entfliehen ist wichtiger als je zu vor. In dieser – bereits 10. Folge – geht es mit dem Faltboot ins Rapadalen, in eine der letzten Wildnisse Europas.

Das Rapadalen in schwedisch Lappland

Das Rapadalen ist das Tor zum Sarek, einem der größten Naturschutzgebiete Europas. Der Rapaälven mündet hier in einem ausgedehnten Delta in den See Laitaure. Die Berge Nammatj und Skierfe geben dem Tal seinen besonderen Charakter. Über Jahrhunderte war es für die Rentierjäger und später für die Samen ein heiliger Ort und Opferplatz. Für mich gehört das Rapadalen zu den schönsten Kajakrevieren und beeindruckendsten Landschaften

Sommer im Rapadalen

Zum Sommeranfang, am 21. Juni, geht die Sonne im Rapadalen für ein paar Tage nicht mehr unter. Das Eis bricht auf und ein Labyrinth aus Flussläufen entsteht. Die eisige Welt verwandelt sich in ein Farbenmeer. Die arktische Flora und Fauna erwacht für wenige Wochen zum Leben. Im Rapadalen leben unter anderem Bären, Wölfe, Vielfraße, Elche, Luchse, Polarfüchse und Rentiere.

Der Trailer -

Nur an wenigen Orten erlebt man die Natur und die Stille so hautnah wie im Rapadalen. Die Bilder und Filme zu diesem Trailer sind bei zwei Kajaktouren entstanden. Die Musik hat wieder Axel Hoffmann komponiert und gespielt. Die letzte Kajaktour im Rapadalen habe ich zusammen mit Axel unternommen.
Viel Freude bei der Reise ins Rapadalen!

Eine fast wahre Geschichte

Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann

Niemand bezweifelt die Existenz des Weihnachtsmannes. Aber – wer hat ihn wirklich schon einmal getroffen? Um dieses Geheimnis zu lösen, sind wir mit dem Rentierschlitten aufgebrochen. Folgt uns bei dieser spannenden Expedition.
Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtfest, Gesundheit und das Eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.

Der Sonnenberg...

Diesen besonderen Ort gibt es wirklich. Der „Solberget“ liegt einige Kilometer nördlich des Polarkreises in Schwedisch Lappland. Auf dem historischen Hof gibt es weder fließend Wasser noch Strom. Bewirtschaftet wird der Hof von Dirk Hagenbuch und seiner Familie. Mit den Rentieren Amor, Kaamos und Sirius haben wir viele tolle Touren unternommen. Der mystisch vereiste Hof am Sledberg liegt etwa 4 Kilometer entfernt.

Der Trailer...

Die Bilder und Filme sind in den letzten Jahren bei zahlreichen Reisen entstanden. Die Musik für diesen Trailer hat Lisa Malinski auf dem Cello gespielt. Axel Hoffman hat die Grafik übernommen. Das Bild der weihnachtlich geschmückten Werkstadt haben Patrick, Lena, Tom und Monika vom Solberget Team dekoriert und fotografiert.

Vielen Dank – es hat mir wieder viel Spaß gemacht

5 Minuten Träumen (8. Folge)

Von einer fantastischen Welt

In dieser Ausgabe möchte ich Euch in eine andere Welt und in eine andere Zeit versetzen. Die Reise beginnt fast 1000 Kilometer nördlich des Polarkreises in der Siedlung Kap Hope an der Ostküste Grönlands. Ich hatte mir vorgenommen, mindestens vier Wochen mit dem Kajak im Packeisgürtel vor der Küste unterwegs zu sein. Nicht einmal Eisbrecher wagen sich im Frühjahr in diese abgelegene Region. Es gab weder Satellitentelefone noch Digitalkameras. Ich war für mehrere Wochen von der Außenwelt abgeschnitten, eine besondere Erfahrung für mich.

Mit Kajak und Hundeschlitten

Nur mit Hilfe von Kajaks und Schlitten konnten die Menschen in Grönland siedeln und überleben. Kajakfahrer besitzen bis heute hohes Ansehen. Bei zahlreichen Reisen habe ich einen beeindruckenden Einblick in eine der letzten Jagdkulturen unserer Erde gewonnen. Nach der Kajaktour folgten zahlreiche Reisen, unter anderem eine achtwöchige Hundeschlittentour mit Emil, einem grönländischen Jäger. Wir folgten der Ostküste Grönlands im arktischen Winter und legten dabei über tausend Kilometer zurück.

Kajak extrem

Die Idee zu dieser Kajaktour ist 1990 bei meiner ersten Grönlandreise entstanden. Seit meinem 10. Lebensjahr fahre ich Kajak und hatte mich zunehmend auf das Seekajakfahren konzentriert. Schon damals paddelte ich entlang der norwegischen Lofoten und am finnischen Inarisee. Bei meinen ersten Grönlandreisen lernte ich von den Jägern das richtige Verhalten auf dem Packeis. Nach langer Vorbereitung konnte meine Reise mit dem Kajak Anfang Mai 1995 endlich beginnen.

Mein erstes Buch

Über diese Kajaktour und die folgenden Hundeschlittentouren ist mein erstes Buch entstanden. Ich berichte darin über das Leben der grönländischen Jäger und ihrer Familien. Später hat mich dann ein Filmteam vom NDR in das Innere des Scoresbysundes bei einer Kajaktour begleitet. Bis heute reise ich regelmäßig in die Scoresbysundregion. Wer sich für meine Reisen und die Ostküste Grönlands interessiert, kann mein Buch „Ostgrönland – mit Kajak und Hundeschlitten“ direkt bei mir für 15 Euro inklusiv Porto bestellen.

5 Minuten Träumen (7.Folge)

Von einer fantastischen Welt

In diesem Monat möchte ich Euch Yana Mangi vorstellen. Yana ist eine berühmte samische Sängerin, die Ihre Lieder in der ganzen Welt gesungen hat und so die samische Kultur weit verbreitet hat. Heute lebt Yana mit ihrem Mann und ihren Kindern auf dem Mangihof „Mangigården” nördlich des Polarkreises in schwedisch Lappland. Sie züchtet Rentiere, so wie es ihre Familie seit Generationen getan hat.

Yana Mangi - eine großartige Sängerin

Schon seit vielen Jahren höre ich die Musik von Yana. Am liebsten höre ich Yana’s Musik an besonderen Orten, wie dem Gipfel des Kebnekaises oder beim atemberaubenden Blick vom Nammatj über das Rappadalen. Bei einem Konzert auf dem Wintermarkt in Jokkmokk habe ich Yana kennengelernt. Im März 2020 folgte dann der Besuch auf ihrem Hof in Lannavaara.

Der Joik und die Trommel

Der traditionelle Gesang der Samen, der Joik, wird bei den langen Rentierwanderungen in den eintönigen Landschaften gesungen. Es gibt einige Texte, meistens jedoch wurden die Texte oder nur die Melodien improvisiert, wenn die Männer den Rentierherden über große Entfernungen zu Fuß oder auf Skiern folgten. Eine Trommel, wie Yana sie nutzt, war gewöhnlich dem Schamanen oder in Lappland auch häufig dem Familienoberhaupt vorbehalten und wurde nur zu besonderen Anlässen genutzt. Die Trommel hat, wie bei fast allen arktischen Völkern, eine sehr große Bedeutung. So habe ich sie in unterschiedlichen Formen in Grönland, der Mongolei und in Sibirien gesehen.

Der Trailer -

Der Besuch bei Yana und die Aufnahmen waren das letzte Filmprojekt, welches ich vor der Corona- Pandemie gemacht habe. An diesem Morgen, dem 15. März 2020, haben wir uns zum ersten Mal nur noch mit den Füßen begrüßt. Es war unheimlich und niemand konnte sich vorstellen, welche Ausmaße Corona nehmen würde. Es waren die letzten unbeschwerten Tage, gerade deshalb denke ich gerne an die Zeit bei Yana im hohen Norden zurück. Peter von Sassen danke ich für das Sprechen der Texte. Mein besonderer Dank geht an Yana. Vielen Dank für die tollen Gespräche.
„Tack så mycket!”

5 Minuten Träumen (6.Folge)

Von einer fantastischen Welt

Die Sommerpause neigt sich langsam dem Ende entgegen. Das Corona Virus bestimmt noch immer unseren Alltag, es zerstört Leben und Existenzen. Träumen und Träume zu haben ist wichtiger als je zuvor. In dieser Folge möchte ich Euch mitnehmen in das Reich der Elfen und Trolle. Vulkane haben Island im Nordatlantik entstehen lassen und dabei mit Gletschern und Flüssen ganz unterschiedliche Landschaften geformt. Bei diesem bis heute anhaltendem Prozess sind auch Höhlen entstanden. Es sind von der Natur geschaffene Kunstwerke, die einem ständigen Wandel unterliegen. In dieser Folge möchte ich drei ganz unterschiedliche Höhlen vorstellen.

Island

Im Reich der Elfen und Trolle

Eishöhlen sind kurzlebig und können ihre Form sehr schnell verändern. Meistens sind sie namenlos. Unter dem Vatnajökull, dem größten Gletscher Europas, schmelzen heiße Quellen das Eis. Dabei entstehen atemberaubende Gewölbe mit eindrucksvollen Eisformationen. Die Magmakammer am Vulkan „þríhnúkagigúr” ist durch einen seltenen Zufall vor ca. 4.000 Jahren entstanden. Am Ende der Eruption wurde die glühende Magma vollständig aus dem Krater geschleudert. Die Magmakammer wurde 1974 entdeckt und war nur extremen Höhlenkletterern vorbehalten. Seit ein paar Jahren kann man mit einer Arbeitsbühne 160 Meter tief in den Krater hinabfahren. Es erinnert an den Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde” von Jules Verne. Die Lavahöhle „Lofthellir” liegt verborgen in einem der größten Lavafelder Islands. Sie ist sehr eng und einige Passagen müssen kriechend überwunden werden. Oberflächenwasser dringt in die Höhle ein und formt Stalakmiten und Stalaktiten aus Eis. Ein beeindruckendes Abenteuer.

Das verborgene Volk

In diesen Höhlen, Erdspalten und Gesteinen leben Trolle sowie das verborgene Volk „Huldufólk”, wie Elfen in Island genannt werden. Sie sind fester Bestandteil der isländischen Mythologie und bestimmen bis heute den isländischen Alltag. Über 90% der Isländer glauben an die Existenz von Elfen und Feen. Nur wenige Menschen können sie sehen oder mit ihnen kommunizieren. Wohnorte von Elfen werden geschützt, sie werden weder bebaut noch von Straßen zerstört.

Der Trailer -

Die Bilder und Filme sind über mehrere Jahre hinweg bei unterschiedlichen Reisen und zu verschiedenen Jahreszeiten entstanden. Das Fotografieren in Höhlen, besonders in der sehr engen „Lofthellir”, ist nicht einfach. Kameras und Stative mussten wir zum Teil vor uns herschieben. Die Temperatur lag bei ca. minus 4° C. Das einzige Licht waren Stirnlampen und ein kleiner Scheinwerfer. Mein besonderer Dank geht wieder an Axel Hoffmann, der die Musik zum Trailer komponiert und gespielt hat.

5 Minuten Träumen (5.Folge)

Von einer fantastischen Welt

Seit fast drei Monaten leben wir nun schon mit dem Corona Virus. Niemand weiß, wie es wirklich weiter geht. Aber, es ist ein Licht am Horizont zu erkennen. Im Juli starte ich mit den ersten Vorträgen.
In dieser Folge möchte ich Matti vorstellen. Matti lebt in der Nähe von Kiruna, am Fuße des höchsten Berges Schwedens. Er ist Bergsame und züchtet Rentiere. So lange ich Matti kenne, kämpft er für den Schutz der Natur. Im Januar 2020 gelang Matti und seinem Samendorf „Girjas” ein sensationeller Erfolg vor dem höchsten Gericht Schwedens. Darin wurden die Jagd- und Fischereirechte den Samen zugesprochen.

Lappland

Ein langer Kampf für unsere Umwelt

Wie sich dieses Urteil in Zukunft auswirkt ist fraglich. Ob der Bau der geplanten Minen und die damit verbundene Vernichtung der Natur wirklich gebremst werden kann ist ungewiß. Aber das Urteil gibt den Samen eine größere Gewichtung. Nur noch der Europäische Gerichtshof kann diese Urteil kippen. Wie die Minengesellschaften damit umgehen, ist noch nicht absehbar. Da es um Milliardengeschäfte geht, ist der Kampf aber noch lange nicht gewonnen.

Matti, der Bergsame

Wir kennen Matti und seine Frau Kerstin seit vielen Jahren. Beide besitzen eine Rentierherde und haben uns das Leben der Rentierzüchter sehr nahe gebracht. Gemeinsam haben wir Motorschlitten- und Reittouren über die beeindruckenden Hochebenen unternommen. Schon bei unseren ersten Besuch im Jahr 2007 hat Matti für die Rechte der Samen und die Natur gekämpft. Damals war es ein fast aussichtsloser Kampf gegen den Staat und die Interessen der meist ausländischen Minengesellschaften. Rechte der Urbevölkerung und die Natur spielen dabei kaum eine Rolle.

Das Interview

Das folgende Interview entstand 2015, im dichten Schneetreiben nach einer langen Motorschlittentour auf der Suche nach Matti´s Rentierherde. Es war Matti sehr wichtig, dass ich in meinen Bild- und Filmreportagen über die Benachteiligung der Samen und die Zerstörung der Natur im Norden Schwedens berichte. Bis in die 1980ziger Jahre war es der Urbevölkerung verboten ihre eigene Sprache zu sprechen und ihre Kultur zu leben.
Gesprochen wird der Text von Peter von Sassen, die Musik ist wieder von Axel Hoffmann.

5 Minuten träumen (4.Folge)

Von einer fantastischen Welt

Diese Woche starten wir mit der Transsibirischen Eisenbahn in Richtung Osten. Von Hamburg bis nach Peking sind es über 10.000 abenteuerliche Kilometer. Bis heute ist die Transsibirische Eisenbahn die Lebensader der gesamten Region. Fremde Völker, vergessene Kulturen, beeindruckende Landschaften, unterschiedliche Religionen und extreme Lebensbedingen ziehen an einem vorbei. Wer den Mut hat seine Komfortzone zu verlassen, der wird eine unglaubliche Welt betreten.

Transsib -

Von Hamburg zum steinernen Drachen

Die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn ist eine meiner größten Erfahrungen. Nach meiner ersten Reise 2005 war ich so begeistert, dass ich noch vier weitere Reisen machte. Angefangen hat alles mit einem Kindheitstraum. Nach dem ich das Buch „Der Kurier des Zaren” von Jules Verne gelesen hatte, war die Transsibirische Eisenbahn die einzige Möglichkeit für mich, Sibirien und die angrenzenden Länder zu besuchen. Zu Sowjetzeiten war daran aber nicht zu denken.

Die lange Reise

Die Fahrt präsentiert unsere Welt in einer unglaublichen Vielfalt. Es gibt viel großartiges zu sehen. Häufig waren es aber die kleinen Dinge, die mich beeindruckt haben. Am meisten begeistert haben mich die Menschen, mit ihrem zum Teil extremen Lebensweisen. Darunter waren zum Beispiel Tanja, die Köchin in einem sibirischen Kinderheim, Valentin, ein burjatischer Schamane am Baikalsee, Anatol, der Eisfischer von der Insel Olchon, Erdeni, ein buddhistischer Mönch im Kloster Ivolginsk und Wang, der alte Chinese, der in einer Lößhöhle in der Nähe von Datong wohnt.

Der Trailer

ist bei insgesamt fünf Reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn zu unterschiedlichen Jahreszeiten entstanden. Wichtig war mir immer wieder, etwas Neues zu erleben, aber auch die Menschen, die ich während meiner Reisen kennen lernen durfte, wieder zu treffen. So sind authentische Freundschaften entstanden, über die ich in meinen Film- und Bildreportagen berichte. Die Musik hat auch diesmal wieder Axel Hoffmann geschrieben und gespielt. Dafür danke ich ihm recht herzlich.

5 Minuten träumen (3.Folge)

von einer fantastischen Welt

In dieser Woche möchte ich Euch mitnehmen in die arktischen Wälder in schwedisch Lappland. Genaugenommen erstreckt sich dieser Wald über 10.000 Kilometer von Lappland über Sibirien bis nach Kamschatka. Für die Menschheit ist dieser Wald von großer Bedeutung. Und – natürlich ist auch diese Region gefährdet durch Ölförderung, Erz- und Kohleminen und dem immer weiter in den Norden drängenden Menschen. Viele Male haben wir diese Wälder hautnah bei Rentierschlittentouren erlebt.

Lappland -

In den arktischen Wäldern

Echte Urwälder gibt es auch in Schweden kaum noch. Zu einem dieser besonderen Urwäldern zählt der Muddus. Er gehört zu den wenigen Natur- und gleichzeitigen Kulturerben der UNESCO. Im Sommer und im Winter kann man hier beeindruckende Wanderungen unternehmen. Aber große Naturschutzgebiete in dieser Region – auch der Sarek – sind in Gefahr, von den Minengesellschaften zerstört zu werden.

Wälder und Sümpfe

Die Wälder und Sümpfe, die ich Euch heute zeigen möchte, liegen nur wenige Kilometer nördlich des Polarkreises. Auch wenn es so aussieht, handelt es sich nicht um geschützte Regionen. Im Gegenteil, hier sollen die größten Windräder Europas entstehen. Darüber wird gerade verhandelt. Nur etwa 100 Kilometer weiter im Norden kämpft Matti, ein waschechter Bergsame, für die Rechte der Samen. Er hat Anfang des Jahres ein sensationelles Urteil vor dem schwedischen Verfassungsgericht erwirkt, um die Rechte der Urbevölkerung zu schützen. Ein Interview mit Matti werde ich in den nächsten Folgen vorbereiten.

Der Trailer -

„Zauber der Taiga” ist zum größten Teil im Januar und Februar 2019 entstanden. Bei Temperaturen von bis -30 °C war das Fliegen mit der Drohne eine echte Herausforderung. Neben den Windböen waren kalte Finger das größte Problem. Die vorgewärmten Akkus haben dabei kaum Verluste gehabt. Die gesamte Fotoausrüstung musste bei den Skitouren im Rucksack bzw. auf dem Rentierschlitten transportiert werden. Für die stimmungsvolle Musik danke ich Axel Hoffmann, der den „Soundtrack” komponiert und auf seinem Keyboard gespielt hat. Axel kennt ihr schon vom Grönlandtrailer.

5 Minuten träumen (2.Folge)

von einer fantastischen Welt

In dieser Woche möchte ich mit Euch in die Mongolei reisen. Im Mittelpunkt steht ein Interview mit einer alten Buddhistin, die ihren Lebensmut – trotz vieler Probleme – nicht verloren hat. Meine erste Mongoleireise führte mich 2001 von der russischen Grenze bis an den Rand der Wüste Gobi. Mit dem Fahrrad waren es 1400 unvergessliche Kilometer, bei denen ich 11 Kilo abgenommen habe. Ich war so begeistert von den Menschen und der Landschaft, dass viele Reisen folgten. So wohnte ich im Winter bei einer Familie in einer Jurte, dabei lernte ich den Alltag der Nomaden kennen. Andere Reisen führten in die Gobi und zu den Rentiernomaden im Norden des Landes.

Mongolei

Zu Besuch bei Davaa im Kloster

Ich möchte Euch mitten in die Mongolei führen. Östlich der mystischen Stadt Karakorum liegt ein kleines Kloster, welches in der mongolischen Geschichte recht bedeutsam war und immer noch ist. Dort möchte ich Euch Davaa vorstellen, eine alte Buddhistin und beeindruckende Frau.

Davaa

Davaa ist 84 Jahre alt und hat ihr ganzes Leben im Kloster verbracht. Sie hat sehr viel erlebt. Die politischen Wirren, aber auch Hungersnöte und die Pest haben diesen abgelegenen Teil unser Erde erreicht. Trotz der schweren Zeiten, die Davaa erlebt hat, funkeln ihre Augen noch immer und sie strotzt vor Lebensfreude. Mit großer Begeisterung stand Daava vor der Kamera und hat über ihr Leben und das Kloster berichtet. Gerade in diesen Zeiten denke ich gerne an diesen Besuch.

Das Interview

Es ist das emotionalste Interview, was ich bisher gemacht habe. Die Bilder am Anfang und Ende des Interviews sind aus meinem Mongoleivortrag und zeigen Menschen und Landschaften wie ich sie auf meinen Reisen erlebt habe. Die Musik im Hintergrund ist ein O-Ton vom Naadamfest in Tereldsch. Der übersetzte Text von Davaa wird von Peter von Sassen gesprochen.

5 Minuten träumen (1.Folge)

von einer fantastischen Welt

Liebe Freunde, Bekannte und alle Anderen,

in den letzten Tagen habe ich durch Zufall ein Sprichwort aus Irland wiedergefunden. Es passt so gut in unsere jetzige, nicht immer einfache Zeit, in der jeder ein wenig träumt:

Mögen deine Gedanken, manchmal mitten am Tag auf eine Reise gehen, in ferne Welten eintauchen, fremd und verlockend, bunt und schön.

Und genau dazu möchte ich Euch einladen…

Ostgrönland

Faszination aus Eis und Schnee

Heute möchte ich Euch mitnehmen an die Ostküste Grönlands. Seit fast 30 Jahren bin ich dort immer wieder mit dem Kajak, mit Ski oder Hundeschlitten unterwegs. Für mich ist der Scoresbysund eines der spannendsten Regionen in der Arktis. Mit einer Länge von über 300 Kilometern ist er der größte Fjord unserer Erde. Es ist ein Rückzugsgebiet für Eisbären und Moschusochsen.

Arktische Träume

Der folgende Trailer zeigt die beeindruckende Natur am Scoresbysund. Die Bilder sind zum größten Teil in den letzten zwei Jahren bei meinen Reisen mit der „Sea Spirit” entstanden. Die Musik dazu hat Axel Hoffmann komponiert und gespielt. Axel ist Keyboarder und spielt in der Band „Evermore”. Zusammen waren wir in Lappland und der Mongolei unterwegs. Informationen findet Ihr auch unter www.AxelHoffmann.com.

Jede Woche eine kurze Reise...

Gerade jetzt ist es wichtig zu Träumen. Wenn Ihr Lust habt, möchte ich Euch von nun an jede Woche mitnehmen auf eine kurze Reise. Ich möchte Euch Landschaften und Menschen vorstellen, die ich bei meinen Reisen erleben durfte. Über ein kurzes Echo würde ich mich natürlich freuen. Ihr könnt die Mail gerne weiterleiten. Gerne nehme ich auch neue Adressen in meinem Verteiler auf. Wenn Ihr die Mail nicht mehr haben möchtet, dann meldet Euch einfach ab.